Prognose: Warum Trump KEINE Bodentruppen einsetzt

Prognose: Warum Trump KEINE Bodentruppen einsetzt

Krieg in Nahost?
Oder, wie Trader es nennen: „El Classico“: Rein in Öl, Verteidigung – und ins Fracking sowieso. Und Gold. Raus aus Fluggesellschaften, Transport und Logistik und energieintensiver Industrie.

Also:
Traden, reich werden, zur Ruhe setzen.

Ganz so einfach …
… ist es dann leider doch wieder nicht. Die „schnellen Gewinne“ streichen ja meist die Profis ein. Mit ihren durch Algorithmen getriebenen Supercomputern.

Normalsterbliche …
… müssen sich dagegen auf die mittlere Zukunft konzentrieren. Und für die stellt sich gerade eine Grundsatzfrage: Schickt der Donald Bodentruppen?

Vermeintlich sitzt er in der Patsche.
Viele Analysten sind sich einig: Entweder berühren GI-Stiefel bald iranischen Boden - oder Trump ist blamiert.

Eine Fehleinschätzung!
Denn die Analysten haben immer noch nicht verstanden, dass Donald Trump die Politik "gehackt" hat.  

Wie?
Das klären wir gleich. Vorher nur noch der übliche Reminder: Wenn Ihr jemanden kennt, der am fruehstart-Newsletter Gefallen finden könnte, dann schicket ihr oder ihm einfach den folgenden Link: https://dvestor.com/#/portal/signup

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The Passion of the Trump

So liesen sich viele Artikel betiteln.
Tenor: Trump sie nun einmal nicht der Hellste - und hat sich im Iran nun in eine Falle manövriert.

Trump is contemplating the sheer folly of boots on the ground in Iran. How did it come to this? | Simon Tisdall
After the anguish of Iraq and Afghanistan, it’s almost unthinkable the US would again send troops to the Middle East – but its president is desperate and narcissistic, says foreign affairs commentator Simon Tisdall

Das ist zwar nicht falsch.
Denn gerade sitzen ihm alle im Nacken. Und nicht nur die Angehörigen von gefallenen US-Soldaten oder ähnliche Loser. Sondern ernstzunehmende Ölscheichs, die ihm keine Milliarden-Trinkgelder mehr in die Privatschatulle legen, wenn ihre Öl- und Gasfelder brennen. Und Großspender der US-Politik, die es so gar nicht mögen, wenn die Aktien- und Anleihemärkte abschmieren.

Iran-Krieg: Was für die Weltwirtschaft auf dem Spiel steht und was Anleger wissen sollten
Der Irankrieg stresst die Märkte. Warum Europa stärker leidet als die USA, welche historischen Parallelen jetzt zählen und was Anleger daraus ableiten können


Und allen voran: die MAGAs!
Diese Bewegung liebt ihren Donald eigentlich, wie sonst nichts auf der Welt.

Außer: Ihren Pick-up Trucks.
Hohe Benzinpreise sind daher das Einzige, was sie und Trump entzweien könnte.

Es hilft also alles nichts:
Auch wenn seine Air Force bereits – mindestens – 100 % des iranischen Militärs vernichtet hat: Die restlichen 0% bekommt er aus der Luft wohl nicht klein. Daher hat er nur noch zwei Optionen:

1. Bodentruppen
Aber das läuft auf einen asymmetrischen Krieg hinaus. Ähnliches wurde schon in Korea, Vietnam und dem Irak ausprobiert. Und in Afghanistan sogar mehrmals. Geklappt hat es nie. Und wer sich mit der Drohnen-Revolution in der Kriegsführung beschäftigt, der weiß: Momentan stehen die Karten da schlechter denn je.

2. Er kauft die Meerenge mit Zugeständnissen frei
Allerdings ist das iranische Regime noch ein klein bisschen sauer, weil die USA – während eigentlich noch verhandelt wurde – diesen heiligen Obermufti pulverisiert haben. Das war tatsächlich etwas unsportlich. Und könnte den Preis für eine Einigung jetzt empfindlich erhöhen. Mindestens soweit, dass das Regime nach dem Krieg besser dasteht als zuvor.‌

Das wäre eine peinliche Niederlage!
Denn dann müsste Trmp eingestehen, dass er ohne Not einen Krieg angefangen hat. Und nach Todesopfern und Gefallenen mit einem Gesichtsverlust für die USA dasteht.

(S+) Iran: Donald Trump findet keinen Ausweg aus dem Krieg – setzt er auf Eskalation?
Der US-Präsident hat einen Krieg begonnen, aus dem er nicht herausfindet. Der Angreifer ist zum Erpressten geworden. Die potenziellen Folgen für unsere hypervernetzte Welt sind katastrophal.

Aber muss er das wirklich?
Denn genau an dieser Stelle unterschätzen Analysten den Donald immer wieder: Für einen "klassischen" Politiker wäre das ein echtes Problem, das stimmt. Aber nicht für Donald Trump.

Für ihn läuft der Hase nun einmal anders:
Was „die Welt“ glaubt oder nicht, ist da z. B. völlig irrelevant. Er muss sich zunächst nur auf das konzentrieren, was die MAGAs glauben.

Und was glaubt MAGA?
Da gibt es eine einfache Regel: Im Zweifel das, was der Donald so sagt. Alles, wofür der Donald sorgen muss, sind also: Zweifel!

Und das ist relativ einfach.
Benzinpreise sind an Tankstellen ausgeschrieben – und werden direkt nach dem Tankvorgang abkassiert. Da ist es schwierig, Zweifel zu sähen. Zölle sind z. B. etwas komplexer – vor allem wenn man sie ständig anhebt, senkt, aussetzt und wiedereinführt. Um zu verstehen, dass diese Manöver der US-Wirtschaft mittelfristig eher schaden, müsste man sich stundenlang konzentriert damit auseinandersetzen.

Trump wollte die US-Wirtschaft mit Zöllen stärken: Hat der “Liberation Day” funktioniert?
Ein Jahr Zölle: Hat US-Präsident Donald Trump erreicht, was er wollte? Die Bilanz mit Florian Neuhann in “WISO - Wirtschaft erklärt”.

Die Mühe machen sich MAGAs nur ungern.
Also kommt ihre Faustregel zum Tragen: „Der Donald hat Recht – und alle anderen stehen mit satanischen Deep-State-Eliten im Bunde!“

Ein typischer Trump-Deal ...
... könnte also z. B. so aussehen: Der Iran verkauft den USA eine größere Menge Öl zum halben Preis, damit die US-Spritpreise kurzfristig sogar billiger sind als vor dem Krieg. Dann hat der Donald für sie eindeutig gewonnen.

Und warum sollten die Mullahs das tun?
Weil ihnen der Donald im Gegenzug eine ganze Menge bieten kann. Zum Beispiel kann er die US-Sanktionen gegen den Iran restlos aufheben, was die innenpolitischen Überlebenschancen des Regimes drastisch erhöhen würde.

Diese Aufhebung …
… muss er dann einfach nur so formulieren, dass sie auf den ersten Blick wie eine Verschärfung klingt. Das macht die Sache komplex. Und bei komplexen Sachen gilt für MAGA ja das, was der Donald sagt.

Zusätzlich …
…. kann Trump noch ein bisschen Drohkulisse aufbauen. Z. B. noch mehr Bodentruppen und Equipment in die Region verlegen. Dann kann er sagen, der Iran habe wegen seiner taffen Moves unterschrieben.

Ultimaten & Drohgebärden sind überhaupt toll!
Denn wenn er seinem Dunstkreis vor der Veröffentlichungen Hinweise gibt, können die sich per Trading bereichern.

Außerdem:
Wenn er nur oft, laut und wirr genug droht, ist am Ende jeder froh, wenn "Crazy Donnie" die Sache doch noch abbläst. Dann meckert man vorerst auch nicht zu laut über seinen faulen Deal. Schon aus Sorge, dass er sich vielleicht doch noch in einen Bodenkrieg stürzt.

Und Israel?
Touché - das ist ein wunder Punkt dieser Prognose. Der Iran wird die Hormuz-Blockade wohl kaum aufheben, solange Israel weiterhin bombt.

Das heißt:
Trump muss dafür sorgen, dass sich Israel ebenfalls auf seinen faulen Kompromiss einlässt.

Aber auch da gibt es Mittel & Wege.
Wenn die USA Irans Atompotenzial in den letzten vier Wochen nicht zerbomben konnten, dann wird Israel das alleine wohl auch in Jahren nicht schaffen. Insofern wird sich hier sicher noch ein krummer Deal finden.

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Bedeutet:
Insgesamt Ruhe bewahren: Der Donald hat hier mehr Off-Rampen, als ein „normaler“ Politiker. Und Trumps Ultimaten im Auge behalten: An Wochenenden könnten sie schärfer ausfallen - und sich zur Öffnung der Wall-Street dann "magisch" abmildern.

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